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Förderprojekte

Projektberichte

Gemäß unserer Satzung fördern wir andere gemeinnützige Institutionen in ihren Bildungs- und Forschungsprojekten entsprechend den Schwerpunkten unserer Themenfeldern und Prinzipien, die uns wichtig sind.

An dieser Stelle haben wir die Projektberichte zu den von uns geförderten Projekten zusammengestellt. Sie finden hier sowohl Details zu abgeschlossenen als auch laufenden und geplanten Projekten.

Projekte in Schulen und Kindergärten
  • Flötenklasse, Grundschule am Lönsweg (seit 2019)

    In der FLÖTENKLASSE der Grundschule am Lönsweg in Verden können alle Grundschulkinder der Jahrgangsstufe 3 das Flötenspiel erlernen und gemeinsam musizieren. Das Projekt wird seit 2019 durch die Stiftung gefördert.

    Die Ziele     
    Das Projekt verfolgt eine Bandbreite an Zielen: Grundschulkindern sollen mit dem Erlernen eines Instruments neue Erfahrungswelten (z. B. Hör-, Fühl- oder Erfolgserlebnisse beim eigenen Musizieren, harmonische Klangerlebnisse beim gemeinsamen Musizieren) eröffnet und unterschiedliche Kompetenzen vermittelt werden (z. B. Flötenspiel, Notenlesen, Musiktheorie in altersangemessenem Rahmen, vertiefte Körperwahrnehmung durch Atemarbeit). Es werden die Aufmerksamkeitsfokussierung sowie die Ausdauer der Kinder positiv beeinflusst und die Selbststeuerung und das eigenverantwortliche Lernen durch das selbstständige Üben zu Hause zu unterstützt. Durch die Inklusion verschiedenster Kinder werden Offenheit und Toleranz gelebt und positiv auf die sozialen Kompetenzen der Kinder eingewirkt.

    Die Inhalte     
    In der Flötenklasse werden das Flötenspiel und Notenlesen erlernt und ein- sowie mehrstimmig musiziert. Es nehmen sowohl Kinder teil, die von Haus aus nicht die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen, als auch Kinder mit Schwierigkeiten in der deutschen Sprache. Auch Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. psychiatrischen Diagnosen sind inkludiert. Soweit es die Rahmenbedingungen zulassen, finden auch Auftritte statt – zum Beispiel vor der Pandemie in der Schule bzw. auch die Teilnahme an Gemeinschaftsprojekten wie dem Musizieren in einem großen Bläserensemble im Dom zu Verden in 2018.

    Die Reichweite     
    Im Schuljahr 2019/20 haben 13 Kinder (42% des Jahrgangs) und in 2020/21 19 Kinder (56% des Jahrgangs) durch das Projekt das Flötenspiel erlernen können. Im aktuellen Schuljahr sind 26 Kinder (84% des Jahrgangs) angemeldet – so viele wie nie zuvor.

    Der Projektstand     
    Das Projekt wird kontinuierlich im Rahmen der Möglichkeiten weitergeführt. Seit Pandemiebeginn wurden von Seiten der Lehrkraft und der teilnehmenden Kinder verschiedene Lösungen gefunden, weiter zu musizieren, z. B. über digitalen Unterricht, Einzelunterricht oder Proben im Freien. Sommerkonzerte wurden natürlich abgesagt. Einen Videobeitrag zum digitalen Adventskalender 2020 hat es aber gegeben. Es freut die Lehrkraft, berichten zu können, dass trotz der pandemiebedingten Einschränkungen und des teilweise wochenlangen Aussetzens Fortschritte im Flötenspiel zu erkennen sind und in diesem Jahrgang die Zahl der angemeldeten Kinder so hoch wie noch nie ist.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung   
    Dieses Projekt wird im Rahmen unserer Initiative Jenseits vom Stundenplan gefördert. Die MatKat-Stiftung unterstützt das Projekt durch Finanzierung einer externen Musikschulkraft, die die lokale Pädagogin unterstützt.

  • Fokusthema Freundschaft, Lintler Buschkinners (Mai 2021)

    Das Thema FREUNDSCHAFT wurde im Waldkindergarten Lintler Buschkinners e. V. in Kirchlinteln im Mai 2021 in den Fokus gestellt und durch diverse Aktionen und Angebote aktiv in den pädagogischen Alltag integriert.

    Die Ziele
    Die Kinder erhielten wichtige Impulse, wie Menschen miteinander umgehen, beschäftigten sich intensiv mit dem Wert von Freundschaft und wurden in der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen unterstützt.

    Die Inhalte
    Das Fokusthema wurde in unterschiedlichen Formen mit den Kindern behandelt (z. B. Gespräche, Rollenspiele, Lesen). Das Herzstück war der Besuch eines Puppenspielers im Wald, der den Kindern mit seinen Handpuppen ein Theaterstück vorspielte, in dem es eindrücklich um das Thema Freundschaft ging. Die Kinder mit ihren Ideen, Fragen und Aussagen wurden aktiv in das Theaterstück einbezogen. Das Theaterstück wurde anschließend mit den Kindern auf verschiedene Weise reflektiert, nacherzählt, nachgespielt und eigene Handpuppen gebastelt.

    Die Reichweite
    Es haben knapp 30 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in ihren beiden Kindergartengruppen teilgenommen.

    Der Projektstand
    Das Projekt hat im Kindergartenjahr 2020/2021 im Mai stattgefunden und ist somit abgeschlossen.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung hat das Projekt durch Übernahme der Kosten für den Puppenspieler im Rahmen des Themenfelds Jenseits vom Stundenplan gefördert.

  • Trommelzauber, Lintler Geest Schule (Nov 2021)

    Während der Projektwoche TROMMELZAUBER wurden die Schüler und Schülerinnen aller Klassen und Jahrgangsstufen der Lintler Geest Schule in Bendingbostel mit auf eine musikalische Abenteuerreise/Fantasiereise durch das gemeinsame Trommeln genommen.

    Die Ziele
    Das Ziel dieser Projektwoche war es, die ästhetischen Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen weiter auszubauen und zu festigen. Dabei wurden Inhalte und zu erlernende Kompetenzen der Fächer Musik, Kunst und Sport aufgegriffen. Beispielsweise ging es um das Erlernen bzw. der Ausbau des Rhythmusgefühls, die Stärkung der Gemeinschaft und die Zugehörigkeit im Klassenverband. Gerade in diesen Zeiten wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft deutlich durch dieses Projekt gestärkt. Darüber hinaus wurde der Umgang mit der Trommel und die verschiedenen Schlagtechniken erlernt, ausgebaut und gefestigt.

    Die Inhalte
    Zum einen ging es um die Sprache der Trommeln und die Kommunikation der Tiere, die durch unterschiedliche Trommelschläge imitiert werden. Zum anderen wurde sich im Rahmen der geltenden Hygieneregelungen viel im Rhythmus bewegt, getanzt und gesungen. Die Kinder haben pro Kohorte (2-3 Klassen) jeden Tag eine Schulstunde lang getrommelt.

    Die Reichweite
    Es nahmen alle der 164 Schüler und Schülerinnen der Schule sowie die Lehrkräfte und Mitarbeiter*innen teil.

    Der Projektstand
    Das Projekt fand im November 2021 statt und ist somit abgeschlossen.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung förderte das Projekt durch Übernahme von ungefähr zwei Dritteln der Gesamtkosten im Rahmen des Themenfelds Jenseits vom Stundenplan.

  • Fokusthema Umgang von Mensch und Tier, Lintler Buschkinners (Okt-Nov 2021)

    Das Thema UMGANG VON MENSCH UND TIER ist ein Fokusthema im Kirchlintelner Waldkindergarten Lintler Buschkinners e. V. im Kindergartenjahr 2021/2022. Im Waldkindergarten ist es durch das tägliche Sichten von Tieren oder Tierspuren ein selbstverständliches Thema im Kindergartenalltag. Durch den Besuch von zwei externen Lernorten konnten die Kinder „über den eigenen Waldrand “ blicken und diese Erfahrungen reflektieren.

    Die Ziele
    Die Kinder eigneten sich Wissenswertes über Tiere an, mit denen sie im Waldalltag keine Berührungspunkte haben. Sie erhielten einen Einblick, was es bei den jeweiligen Tieren zu beachten gilt, was sie für Besonderheiten haben, was sie fressen, etc. und machten aktiv eigene Erfahrungen im Umgang mit Tieren. Zusätzlich zu den sozial-emotionalen Kompetenzen wurde durch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Grundstein für den Aufbau von Alltagskompetenzen gelegt. Darüber hinaus wurden Handlungsmuster für den Umgang mit Wölfen gelernt, was bei den wiederkehrenden Wolfsichtungen im Kreis für Waldkinder eine wichtige Kompetenz darstellt.

    Die Inhalte
    Über die Beschäftigung mit dem Thema im Kindergartenalltag hinaus hat jede Gruppe einen halbtätigen Ausflug zu einem externen Lernort gemacht: Eine der Kindergartengruppen besuchte das Wolfcenter in Dörverden, die andere die Stadtwaldfarm in Verden. Dort erlebten sie die Tiere hautnah und erfuhren in den kindgerechten Informationsveranstaltungen viel Wissenswertes über die jeweiligen Tiere. Ferner hatten sie aktive Berührungspunkte und probierten sich im Umgang mit den Tieren aus (z. B. Schafe, Lamas, Esel). Die gemachten Erfahrungen wurden anschließend im Kindergartenalltag auf verschiedene Weise reflektiert.

    Die Reichweite
    Es nahmen 30 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren mit ihren beiden Kindergartengruppen teil.

    Der Projektstand
    Das Projekt fand im Kindergartenjahr 2021/2022 (Oktober und November) statt.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung förderte das Projekt im Rahmen des Themenfelds Jenseits vom Stundenplan durch Übernahme der Kosten für die Besuche der externen Lernorte.

  • Schwerpunktthema Lebensmittel, kleine Kindertagesstätte Grashüpfer (ab Apr 2022)

    In der kleinen Kindertagesstätte Grashüpfer in Verden sollen in einer Eltern-Kind-Aktion Hochbeete unter fachkundiger Anleitung gebaut und dann durch die Kinder im Kindergartenalltag bepflanzt, gepflegt und beerntet werden, um einen anschaulichen und lebensnahen Bezug zum Thema biologischer, nachhaltiger und saisonaler Anbau von Lebensmitteln zu bieten.

    Die Ziele
    Seit dem Kindergartenjahr 2021/2022 steht das Thema „Lebensmittel“ im Fokus der pädagogischen Arbeit des Kindergartens. Die Gruppe der Vier- bis Sechsjährigen beschäftigt sich in diesem Rahmen mit der Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln unter den Gesichtspunkten biologisch, nachhaltig, regional und saisonal. Naturwissenschaftliches Erleben, handwerkliche Angebote, soziale Auseinandersetzung und Verknüpfung der Lebenswelten Familie und Kita bieten Lernanlässe der verschiedensten Art. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, ihren jeweils eigenen Zugang zum Thema „Lebensmittel“ zu finden, sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, individuelle Verknüpfungen zu eigenen Themen zu bilden und in der Gruppe an einem gemeinsamen Gegenstand zu lernen und zu arbeiten. 

    Die Inhalte
    Die Wissensaneignung erfolgt auf vielfältige Weise (z. B. Themenkreise, Buchbetrachtungen, Exkursionen auf einen Milchbauernhof u. a.), und das Thema wird aktiv in den pädagogischen Alltag integriert (z. B. über gemeinsame Mahlzeiten, Brotbacken, Einkaufen, Kochen). Im Frühjahr 2022 sollen in einer Eltern-Kind-Aktion unter fachkundiger Begleitung Kräuterhochbeete auf dem Außengelände der Kita gebaut und bepflanzt werden. Begleitend dazu findet die Einführung in die Themen „Kräuter“ und „Pflanzenwachstum“ statt. Zusätzlich sind kleinere Einheiten zu Pflege, Ernte und Verarbeitung der Pflanzen geplant.

    Die Reichweite
    In den Bau der Beete und die Bepflanzung im Frühjahr 2022 werden die zwölf vier- bis sechs­jährigen Kinder, ihre Eltern sowie die Kindergartenkräfte aktiv eingebunden. Danach werden die Beete jedes Jahr mit den Kindern bepflanzt, gepflegt und beerntet und die Ernte verarbeitet, so dass auch die zukünftigen Kindergartengenerationen an das Thema Lebensmittel mit allen Sinnen aktiv herangeführt werden.

    Der Projektstand
    Das Projekt ist bewilligt und die Fördermittel zur Verfügung gestellt. Start der Umsetzung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung fördert das Projekt durch Übernahme der Kosten für Material und Bau der Hochbeete im Rahmen des Themenfelds Jenseits vom Stundenplan.

  • Programm zum interkulturellen Kompetenzerwerb, KGS Bad Münder (ab Sept 2022)

    An der Kooperativen Gesamtschule Bad Münder ist ab dem Schuljahr 2022/2023 ein zweijähriges Programm zum Erwerb vielfältiger Kompetenzen mit Schwerpunkt auf dem INTERKULTURELLEN KOMPETENZERWERB geplant. Das Programm soll jährlich als Arbeitsgemeinschaft für den Jahrgang 7 bzw. 8 angeboten werden.

    Die Ziele
    Das Angebot soll den Schüler*innen den Auf- und Ausbau einer Bandbreite an Kompetenzen ermöglichen, z. B. sprachlicher und interkultureller Kompetenzen, Organisations- und Medienkompetenzen durch die Erstellung von Filmen und weiteren Informationsformaten für die Austauschpartner sowie sozial-emotionalen Kompetenzen. Außerdem werden u. a. die Persönlichkeitsentwicklung, Toleranz, Offenheit und Spaß am Spracherwerb unterstützt und die Möglichkeit zu unvergesslichen interkulturellen Erfahrungen und weltweiten Freundschaften gegeben.

    Die Inhalte
    Im Rahmen der zweijährigen Arbeitsgemeinschaft erfolgt der Austausch und die Zusammenarbeit mit einer australischen Partnerschule auf vielfältige Weise, z. B. über sprachlichen Austausch, das gegenseitige Vorstellen der Schule, der Teilnehmenden, des Schulwegs etc. mit unterschiedlichen Medien (z. B. Film). Herzstück des Programms sind zwei Präsenzaustausche: für je drei Wochen reisen die Schüler*innen der KGS Bad Münder zu ihren Austauschpartner*innen nach Australien bzw. kommen die Australier*innen als Gäste an die KGS Bad Münder.

    Die Reichweite
    Die Arbeitsgemeinschaft steht grundlegend allen ca. 150 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 und 8 offen. Ausgegangen wird von ca. 30 Teilnehmenden im ersten Durchlauf. Durch die Präsenz der australischen Gastschüler*innen und den geplanten interkulturellen Abend für die ganze Schule werden alle ca. 850 Schüler*innen und 100 Lehrkräfte sowie ca. 20 australischen Gäste und die beteiligten Familien der Schüler*innen erreicht.

    Der Projektstand
    Die Förderzusage für das Projekt ist erteilt. Aktuell finden an der KGS Bad Münder die Programmvorbereitung sowie Gespräche mit der australischen Partnerschule statt. Die konkreten Rahmenbedingungen werden in Abhängigkeit der geltenden (z. B. pandemiebedingten) Auflagen im kommenden Jahr entschieden.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung fördert das Projekt im Rahmen des Themenfelds Jenseits vom Stundenplan. Die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung ermöglicht drei Schüler*innen den Präsenzaustausch, denen aufgrund ihrer finanziellen Situation diese Möglichkeit sonst verwehrt bliebe. Weiterhin wird der Besuch interkultureller Aktivitäten und Begegnungsstätten bezuschusst.


Projekte in Universitäten und Forschungsinstituten
  • (Interkulturelles) Mentoring, Career Center der Universität Hamburg (seit 2019)

    (INTERKULTURELLES) MENTORING IM CAREER CENTER DER UNI HAMBURG ist ein Projekt, in dem es darum geht, Mentoringangebote für unterschiedliche weibliche Zielgruppen an der Universität weiter zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Das Projekt läuft seit dem Wintersemester 2019/2020.

    Die Ziele     
    Im Rahmen von Mentoring wird die berufliche und persönliche Entwicklung junger Menschen (Mentees) gezielt unterstützt. Der Wissenstransfer aus Erfahrungswissen, Branchen Know-how und die konkrete Perspektivengenerierung durch beruflich erfahrene Mentorinnen haben dabei besondere Relevanz. Seit 2019 wird unter dem Dach des Career Center der Universität Hamburg (UHH) ein spezifisch diversitätsorientiertes Angebot durchgeführt, das vor dem Hintergrund eines „Diversity Climate“ Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus früheren Programmen bündelt und weiterentwickelt.

    Die Inhalte     
    Die zur Verfügung gestellten Mittel sind für den weiteren Austausch zu (inter)kulturellen Themen im Mentoring und damit verbundene Fachgespräche und Forschungskosten vorgesehen. Geplant ist beispielsweise die Intensivierung des Austauschs der im Rahmen der Städtepartnerschaft Hamburg/St. Petersburg aufgebauten Arbeitsgruppe zum Thema Frau und Arbeitswelt. Hier sollten Aspekte des Mentorings vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten in St. Petersburg und Hamburg in Konferenzen und im direkten Austausch diskutiert, erprobt und weiterentwickelt werden. Ferner werden die Gelder für Informationsveranstaltungen des „Mentoring&programm“ durch das Career Center der Universität Hamburg, zum Thema Arbeiten im interkulturellen Austausch sowie entsprechende Fachgespräche eingesetzt.

    Die Reichweite     
    Die interkulturelle Arbeitsgruppe umfasst derzeit sechs Expertinnen. Der aktuelle Jahrgang des „Mentoring&programm“ besteht aus 33 Mentees und 25 Mentorinnen. In der Bewerbungsphase 2021 haben sich ca. 100 Bewerberinnen auf einen Programmplatz für 2022 beworben.

    Der Projektstand     
    Aufgrund der Pandemie konnten in 2020 und im ersten Halbjahr 2021 die Inhalte nicht wie geplant weitergeführt und umgesetzt werden, da die vorgesehenen Treffen zum Austausch, zur Zusammenarbeit und zu Fachgesprächen ausgesetzt werden mussten. In Abhängigkeit des Kurses im Umgang mit der Pandemie und in Abstimmung mit den internationalen Kolleginnen wird ein verantwortungsbewusster Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Projektaktivitäten aktuell geprüft.

    Die Unterstützung     
    Die MatKat-Stiftung unterstützt die Weiterentwicklung der Mentoringangebote des Career Centers mit einer vierstelligen Summe im Rahmen der Initiative (Self) Empowerment.

  • Mobile Energiegewinnung im ländlichen Raum (ab Mai 2022)

    Mit dem Ziel, eine mobile Lösung zur Gewinnung und Nutzung von Sonnenenergie im ländlichen Raum zu entwickeln, befinden wir uns aktuell in Gesprächen mit der portugiesischen Non-Profit-Organisation CLARA - Center for Rural Future.

    Die Ziele
    Es sollen innovative, praktikable Lösungen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien für die Energieversorgung im ländlichen Raum entwickelt und direkt erprobt werden. Die Stabilität und ökologische Nachhaltigkeit in der Energieversorgung stehen dabei ebenso im Fokus wie die Nutzbarkeit (Usability) und ökonomische Erschwinglichkeit für die potenzielle Zielgruppe. Durch die Einbettung in lokale Strukturen und das Hinzuziehen lokaler Expertise vor Ort werden dabei die Grundstrukturen für einen späteren Multiplikationseffekt geschaffen.

    Die Inhalte
    Der Projektpartner vor Ort verfügt über einen geeigneten Standort für die Entwicklung und Anwendung eines Prototypen mobiler Solarzellen, und die lokale Expertise ist vorhanden. Aktuell werden Gespräche mit einer staatlichen portugiesischen Universität geführt hinsichtlich der akademischen Begleitung des Projekts zu Forschungszwecken.

    Der Projektstand
    Im August 2021 haben CLARA und die MatKat-Stiftung ihre Gespräche zum Projekt aufgenommen und eine gemeinsame Idee entwickelt, für die nun eine portugiesische Universität als Forschungspartner gewonnen werden soll. Aktuell laufen die Kooperationsgespräche, so dass eine konkrete Konzeption und Umsetzung für 2022 denkbar wäre.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung ist daran interessiert die Forschung und Entwicklung solcher zukunftsorientierten technischen Lösungen im Rahmen des Themenfelds Wissen im 21. Jahrhundert zu fördern.

  • Schlüsselfaktor Kulturvermittlung, Universität Bielefeld (ab Apr 2022)

    Im Rahmen der Praxisphase ihres Masterstudiengang Kulturvermittlung werden von den Studierenden Formate entwickelt und umgesetzt, die Menschen aktiv an Kultur heranführen, teilhaben lassen und persönliche Bezüge herstellen.

    Die Ziele
    Die Ziele lassen sich auf zwei Ebenen ansiedeln: Zum einen lernen Masterstudent*innen, wie sie ganz konkret eine Projektausschreibung durchführen und einen Mittelgeber von der Förderwürdigkeit ihres Projekts überzeugen können und dieses Projekt dann realisieren. Zum anderen erleben die Teilnehmer*innen an den entwickelten Formaten neue und persönlich bedeutsame Zugänge zu Kunst und Kultur, Möglichkeiten zur inneren Orientierung und dem Erwerb von Kompetenzen. 

    Die Inhalte
    Im Rahmen ihres Praxissemesters konzipieren und realisieren Masterstudent*innen der Kulturvermittlung an der Universität Bielefeld eigene Projekte in ihrem Studienfach. Im ersten Quartal 2022 können sich die Masterstudent*innen mit ihrer Projektidee für die Vergabe von Fördermitteln bewerben. Im zweiten Quartal erfolgt der Präsentations- und Auswahlprozess vor einem mehrköpfigen Entscheidungsgremium, in dem maximal drei studentische Projekte ausgewählt werden, die dann die Fördermittel zur Umsetzung erhalten. Je nach individuellem Projektplan erfolgt die Umsetzung der studentischen Projekte in 2022 oder 2023.

    Der Projektstand
    Das Projekt ist bewilligt und wird ab ersten Halbjahr 2022 umgesetzt. Dieses Projekt ist dem Themenfeld Kultur, Erleben & ICH zugeordnet.

     

  • Forschung und Entwicklung zu Materialien für die Energiewende, Forschungszentrum Jülich (ab Apr 2022)

    Drei Nachwuchswissenschaftler*innen des Projektzentrum Jülich erhalten Fördermittel als Seed Money zur Weiterverfolgung ihrer innovativen Forschungsideen im Bereich Materialien für die Energiewende.

    Die Ziele
    Das Projekt ermöglicht innovative Forschung mit dem Fokus auf Materialien für die Energiewende (wie Photovoltaik, Windenergie, Speichermedien, Thermik etc.). 

    Die Inhalte
    Nachswuchswissenschaftler*innen am Projektzentrum Jülich können sich auf die Vergabe von Fördermitteln bewerben, mit denen sie ihre innovativen Ideen im Bereich der Material- und Technologieforschung für die Energiewende in der Helmholtz Gemeinschaft weiterverfolgen können. Im zweiten Quartal erfolgen der Auswahlprozess und die Vergabe der Mittel durch das Entscheidungsgremium an drei Wissenschaftler*innen. Je nach individuellem Projektplan erfolgt die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte in 2022 oder 2023.

    Der Projektstand
    Das Projekt ist bewilligt und wird ab ersten Halbjahr 2022 umgesetzt. Dieses Projekt ist dem Themenfeld Wissen im 21. Jahrhundert zugeordnet.

  • Studie immersiver Atemtechniken, MIND Foundation (Apr-Sept 2022)

    Die Studie stellt die erste evidenzbasierte Untersuchung zur Wirkung immersiver Atemtechniken auf psychologische Variablen und physiologische Marker dar. Geplant und durchgeführt wird sie vom Forschungsinstitut MIND Foundation gGmbH in Berlin.

    Die Ziele
    Wissenschaftliche Befunde deuten auf die positive Wirkung immersiver Atemtechniken (Breathwork) bei der Behandlung von Depressionen, Ängsten, Panikstörungen, Substanzabhängigkeiten und Traumata hin. Die geplante Untersuchung dient der Erhebung psychologischer und physiologischer Effekte von immersiven Atemtechniken. Damit generiert diese Studie evidenzbasierten Erkenntnisgewinn in diesem Themenfeld und trägt zur Erforschung von Einflussmöglichkeiten auf den Bewusstseinszustand von Menschen und neuer Ansätze zur Behandlung psychischer Erkrankungen bei.

    Die Inhalte
    Um physiologische und psychologische Effekte von immersiven Atemtechniken zu erfassen und miteinander in Verbindung zu setzen, sollen in der Stichprobe (Experimentalgruppe und Kontrollgruppe) entsprechende Messwerte vor, während und nach einer angeleiteten immersiven Atemübung erfasst werden. Es soll eine Bandbreite physiologischer Variablen erhoben werden, z. B. Aktimetrie, Herzrate bzw. Herzratenvariabilität, Atemfrequenz, Cortisolspiegel, CO2-Sättigung des Blutes, Schlafqualität eine Woche lang vor, während und eine Woche lang nach der Atemübung. Als abhängige psychologische Variablen sollen Stress, Depression, Ängstlichkeit, und genereller Affekt vor und nach der Atemübung per Fragebogen erhoben werden, sowie die generelle Einschätzung der Atemerfahrung erfasst werden.

    Der Projektstand
    Das Projekt ist von der Ethik-Kommission der Ärztekammer bewilligt, die Fördermittel durch die MatKat-Stiftung liegen dem Forschungsinstitut vor, und die Umsetzung ist ab April 2022 geplant. Dieses Projekt ist dem Themenfeld Wissen im 21. Jahrhundert zugeordnet.

  • Forschung zu SmartVillages, Valldaura Self-sufficient Labs am Institute for Advanced Architecture of Catalonia (Feb-Apr 2021)

    Anfang 2021 nahm die MatKat-Stiftung an einer internationalen Arbeitsgruppe teil, die mit den Valldaura Self-sufficient Labs am Institute for Advanced Architecture of Catalonia (IAAC) eine Projektvorstudie durchführte. Für die Grobkonzeption eines "Living Labs" als Teil eines Smart Village wurde in einer Machbarkeitsstudie die Umsetzbarkeit in einem ländlichen Gebiet in der Nähe von Barcelona geprüft. Die MatKat-Stiftung war in einer rein beratenden Funktion vertreten. Ziel unseres Engagements war die Prüfung einer fördernden Unterstützung dieses möglicherweise sehr kostenintensiven Projekts.

    Die Ziele
    Das Ziel von Smart Villages ist es, Menschen in einer ökologisch verantwortungsbewussten Bebauungsstruktur eine in weiten Teilen selbstversorgende und ressourcenschonende Lebensführung zu ermöglichen und dabei den Anschluss an die digitale Welt zu integrieren. Innovative Wohn-, Logistik- und Versorgungskonzepte wurden in der Konzeptidee in diesem Projekt mit modernen Formen des Co-Living und Co-Working verbunden. Integraler Bestandteil und Besonderheit dieses Smart Village-Konzepts war seine Gestaltung als "Living Lab" - es integrierte also eine Infrastuktur für angewandte und experimentelle Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien, z. B. im Bereich Energiegewinnung, sowie modernen, ökologisch nachhaltigen Formen von Bau, Abfallmanagement, Lebensmittel-/Energieversorgung vor Ort.

    Die Inhalte
    Das Grobkonzept das Smart Village mit integriertem Living Lab wurde in der Arbeitsgruppe entwickelt. In der anschließenden Machbarkeitsstudie wurde die Umsetzbarkeit in einem ländlichen Gebiet in Katalonien geprüft, bei dem die Anbindung zum begleitenden Forschungsinstitut IAAC gegeben war. Die Machbarkeitsstudie war als Entscheidungsgrundlage für eine Weiterverfolgung des Projekts vorgesehen.

    Der Projektstand
    Die Machbarkeitsstudie wurde abgeschlossen und der Arbeitsgruppe präsentiert. Auf Basis der Ergebnisse wurde sich gegen eine Weiterführung des Projekts in der angedachten Form am geprüften Standort entschieden. Dieses Projekt ist damit abgeschlossen. Die Projektgruppe formiert sich aktuell neu und es wird eine Integration mit bereits bestehenden Initiativen und an anderen europäischen Standorten geprüft.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die Stiftung war in einer rein beratenden Rolle in das Projekt involviert, es flossen keine Fördermittel. Unabhängig von dieser Projektidee bestand und besteht weiterhin stiftungsseitig Interesse, mit Hochschulen und Forschungsinstituten bzgl. Forschungsprojekten wie dem angedachten Living Lab in der Entwicklung von Zukunftstechnologien zu kooperieren. Diese Forschungsagenden sind unserem Themenfeld Wissen im 21. Jahrhundert zugeordnet.

    Warum findet sich diese Projektbeschreibung unter den Projektberichten?
    Weder handelt es sich um ein Förderprojekt - denn es flossen keine Fördermittel - noch um eine "klassische Erfolgsstory". Dennoch möchten wir davon berichten, denn wir finden, dass sich hier zwei Besonderheiten von uns gut widerspiegeln: Erstens sind wir aufgeschlossen, für eine Projektentwicklung Zeit und Aufmerksamkeit aufzuwenden, wenn wir finden, dass es sich um eine potenziell sehr unterstützenswerte Projektidee handelt. Zweitens zeigt es, dass wir durchaus bereit sind, Projekten eine Chance zu geben, die sich in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden. Wir schätzen fundierte Entscheidungsgrundlagen wert und scheuen nicht vor einem Trial-Error zurück, solange der Aufwand im guten Verhältnis zum Nutzen steht.


Projekte in gemeinnützigen Institutionen
  • Ausbildung musisch-pädagogischer Multiplikator*innen, kultursegel (2021/2022)

    KULTURSEGEL AUF KURS – EINTAUCHEN IN DIE MUSIK ist eine Fortbildung der Initiative kultursegel gGmbH für pädagogisch tätige Multiplikator*innen in Kitas, Grundschulen etc. für Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren.

    Die Ziele
    Langfristig sollen möglichst viele Kinder an musisch-kultureller Bildung teilhaben können, sich selber spielerisch ausprobieren und neue Erfahrungswelten kennen lernen können. Das gemeinsame Musizieren und der Ausdruck über die Musik stärkt u. a. die Freude am Ausdruck, die Kompetenzentwicklung und das Selbstbewusstsein und leistet einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung. Dazu sollen pädagogische Multiplikator*innen weitergebildet werden, um mit erlebnispädagogischen und anwendungsbezogenen Methoden Kindern den Einstieg in das musikalische Erleben nahezubringen.

    Die Inhalte
    Im Rahmen der Fortbildung werden durch das mehrköpfige musisch-pädagogische Team Methoden und Inhalte aus verschiedenen Bereichen der musisch-kulturellen Bildung spielerisch vermittelt. Es werden die Inhalte Instrumentenbau mit der Mobilen Musikwerkstatt, elementare Improvisationen & Klangforschung, Lieder, Sprache, Rhythmus, „Erlebnispädagogik trifft Musik“ und kulturelles Bildungsmanagement stark anwendungsbezogen und mit vielen praktischen Anteilen behandelt. Die Teilnehmenden eignen sich mit viel Spaß und Eigenanteil die Inhalte zugeschnitten auf die von ihnen betreuten Altersgruppen an. Einige Wochen nach dem Transfer in die Praxis erfolgt ein virtueller Erfahrungsaustausch als Umsetzungshilfe, der viel Raum für Umsetzungsstrategien sowie Tipps und Anregungen für die Anwendung bietet.

    Die Reichweite
    Angestrebt sind 30 bis 40 Teilnehmende am Piloten, die ihrerseits in ihrer Rolle als Multiplikator*innen ca. 450 bis 600 Kinder erreichen.

    Der Projektstand
    Die erste eintägige Fortbildung hat erfolgreich im September 2021 mit knapp 15 Teilnehmer*innen stattgefunden, die zweite Durchführung ist für den 12.03.2022 geplant. Es stehen max. 20 Plätze zur Verfügung. Anmeldungen können unter kurse [at] kultursegel.de erfolgen.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Das Projekt ist eine Initiative im Themenfeld Lernen im 21. Jahrhundert. Die Konzeption und Durchführung des Pilots wird komplett durch die Stiftung finanziert. Die finanzielle Unterstützung durch die MatKat-Stiftung erlaubt ferner, dass die Teilnehmer*innen nur einen Unkostenbeitrag für die Verpflegung beitragen müssen.

  • kultursegel.digital.akademie, kultursegel (seit Aug 2021)

    In der kultursegel.digital.akademie sollen musikpädagogische Fortbildungsangebote und Kulturveranstaltungen sowie Fachaustausche in digitaler oder hybrider Form ermöglicht werden. Die Plattform wird aktuell durch die Initiative kultursegel gGmbH aufgebaut.

    Die Ziele
    Durch die Überführung von bildenden, kulturellen und ästhetischen Inhalte verschiedener Akteur*innen aus Kunst, Kultur und Bildung ins Digitale kann eine Bandbreite von Menschen und Zielgruppen erreicht werden, die nun – gerade auch im Zeichen der anhaltenden Corona-Pandemie – lokal unabhängig an Fortbildungen, Kulturveranstaltungen etc. teilnehmen und selbstgesteuert lernen können. Damit verbunden ist das Ziel, eine höhere Wirksamkeit, insbesondere in den ländlichen Räumen, entfalten zu können, z. B. indem Erzieher*innen oder Pädagog*innen Ideen, Impulse und Umsetzungshilfen für das musische und erlebnispädagogische Arbeiten mit Kindern erhalten.

    Die Inhalte
    Konkret ist die Zielstellung, drei Module in einer digitalen Plattform als organische Weiterentwicklung der bisherigen Arbeit der kultursegel-Initiative und ihrer vielfältigen Partner*innen zu realisieren und mit ersten Inhalten auszugestalten:
    1. Netzwerk: digitaler Open Space für ko-kreative think tanks und (Fach-)Austausche
    2. Bildung: zielgruppenspezifische digitale Angebote für lebenslanges Lernen / Fort- und Weiterbildungen, insbesondere für Multiplikator:innen wie Erzieher:innen und Lehrer:innen, auf Grundlage bisheriger best
    practice-Erfahrungen z. B. in Form von Podcasts und Vlogs on demand
    3. Kultur: Veranstaltungen hybrid und digital erleben, z. B. das kultursegel-Musiktheater Kranich Kalypso für Groß und Klein

    Die Reichweite
    Perspektivisch können die Inhalte allen Multiplikator*innen im deutschsprachigen Raum offen stehen.

    Der Projektstand
    Das Projekt ist im Sommer 2021 gestartet, die Inhalte werden aktuell digital aufbereitet. Mit dem für das zweite Quartal 2022 geplanten Relaunch der Webseite sollen erste Inhalte veröffentlicht werden, u. a. „Kranich Kalypso“ als Education-Film für Kinder. 

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Dieses Vorhaben wird verwirklicht im Rahmen des Programms „KULTUR.GEMEINSCHAFTEN“ der Kulturstiftung der Länder und wird unterstützt durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern sowie die MatKat-Stiftung im Rahmen ihres Themenfelds Lernen im 21. Jahrhundert.

  • Medien unter Druck - Russland und Belarus, dekoder (seit Dezember 2021)

    Die Medien- und Wissenschaftsplattform dekoder gibt mit diesem Projekt unabhängigen russischen und belarussischen Journalist*innen eine internationale Stimme. Es wird ein Beitrag zur Information der deutschsprachigen Öffentlichkeit zur Mediensituation in beiden Ländern geleistet und der gemeinnützige Journalismus gefördert.

    Die Ziele
    Ziel ist, über das aktuelle Zeitgeschehen zu bilden und der deutschsprachigen Öffentlichkeit einen Einblick zu geben in die zunehmend repressive Situation für Medienschaffende, staatliche Propaganda und die immer schmaleren Nischen der Medien- und Pressefreiheit in Russland und Belarus. Ferner wird dafür sensibilisiert, welche Strukturen es für unabhängige Information und Wissensweitergabe braucht.

    Die Inhalte
    In Medienporträts, Artikelübersetzungen und Informationsgrafiken wird über die Mediensituation in Russland und Belarus informiert. Russische und belarussische Stimmen aus unabhängigen Medien werden ins Deutsche übertragen und damit unabhängigen Journalistinnen und Journalisten sowie Fotografinnen und Fotografen eine internationale Plattform geboten. Es wird Hintergrundwissen dargestellt, und Journalisten und Journalistinnen aus beiden Ländern schildern ihre aktuelle Lebens- und Arbeitssituation.

    Der Projektstand
    Ein erster Artikel wurde übersetzt und findet sich auf der dekoder Webseite unter https://www.dekoder.org/de/article/journalisten-repressionen-agentengesetz-stellungnahmen

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Das Projekt ist der MatKat-Initiative Wissen im 21. Jahrhundert zugeordnet. Die konkrete finanzielle Unterstützung wird u. a. für Übersetzerhonorare verwendet.

  • Kulturdorf für Junge: Kompetenzerwerb durch Co-Learning & Co-Creation, Terra Vecchia Villaggio (Mai-Okt 2021)

    Im KULTURDORF TERRA VECCHIA VILLAGGIO in der Schweiz kommen junge Menschen mit unterschiedlichsten Biografien, mit und ohne Migrationshintergrund, zusammen, um von- und miteinander zu lernen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie besuchen das Bergdorf für die Teilnahme an spezifischen Angeboten bzw. leben dort gemeinsam für ein bis mehrere Monate. Das Kulturdorf wurde über die letzten Jahrzehnte hinweg durch die Stiftung Terra Vecchia gemeinsam mit Hunderten von Jugendlichen und einer breiten Schweizer Unterstützerschaft restauriert.

    Die Ziele
    Durch gemeinsames Leben, mit- und voneinander Lernen, Schaffen und Gestalten wird eine Bandbreite an Kompetenzen erworben. Die Beschäftigung mit der Geschichte des Bergdorfs wird weiterhin zum Anlass genommen zur Auseinandersetzung, Reflexion und Kontextualisierung der eigenen Geschichte und Biografie. Wissenstransfer, Generierung von neuem Wissen und kulturelle Teilhabe werden aktiv und gemeinsam mit verschiedensten Ausdrucksformen gelebt. Potenzialentfaltung, Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein werden gestärkt.

    Die Inhalte
    Mit modernen Formen des Co-Learning, Co-Creation und Co-Living wird eine Bandbreite an Kompetenzen vermittelt, zum Beispiel in den Bereichen Kultur, Handwerk, Sprache, Storytelling sowie sozialem Miteinander. Das gemeinsame Lernen und Schaffen erfolgt in unterschiedlichen sozialen Kontexten, z. B. in Tandems, Workshops oder Arbeitsgruppen, und in unterschiedlichen Formen, z. B. Gespräche, Theater- und Musikproduktionen oder anderen Kunstformaten. In 2021 steht das Fokusthema „Geschichte“ im Mittelpunkt.

    Die Reichweite
    Über 250 junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen (u. a. Studenten, Asylsuchende) haben in diesem Jahr an Angeboten im Kulturdorf teilgenommen. Ferner wurde mit unterschiedlichen lokalen Multiplikator*innen aus den umliegenden Bergdörfern zusammengearbeitet. Viele weitere Menschen werden über soziale Medien, Printprodukte, einen geplanten Film und die Einbettung in die Hochschullehre sowie geplante Fachartikel erreicht. 

    Der Projektstand
    Projektstart war im Mai 2021, das Projekt wurde Ende Oktober 2021 abgeschlossen. Im nächsten Jahr wird das Projekt erneut durchgeführt, das Schwerpunktthema 2022 wird voraussichtlich „Migration und Klima“ sein.

    Die Unterstützung durch die MatKat-Stiftung
    Die MatKat-Stiftung fördert das Projekt im Rahmen ihres Themenfelds Lernen im 21. Jahrhundert durch die Finanzierung von zwei „Bergdorf-Residenzplätzen“. Die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung ermöglichte es mehreren jungen Asylsuchenden aus Afghanistan, im Bergdorf zu wohnen und am Programm teilzunehmen, ihr Wissen die anderen Teilnehmer*innen weiterzugeben und mit und von anderen zu lernen.